
Nicht nur bei Bergsteigern und Wanderern ist der „Kamm des Drachens“, der Drakensberg, als Eldorado bekannt, denn das, was sich hier zeigt, ist von geradezu überirdischer Schönheit. Ganz in der Nähe liegt inmitten grünstrotzender Hügellandschaften das Siedlungsgebiet der Zulus, jener stolzen Stammeskrieger, die sich von Anbeginn der Kolonialisierung gegen die weißen Eindringlinge aus Europa stellten. Hier herrschte der legendäre Zulukönig Shaka, der Anfang des 19. Jahrhunderts versprengte Zulustämme einte und eine straff organisierte Militärmacht aufstellte. An der Mündung des Tugela River erinnert der Ultimatum Tree an den Ausbruch der Schlachten zwischen Briten und Zulus. Vor allem in der Region zwischen Eshowe und Empangeni breitet sich die einst mächtige Zulukultur in Form bunter Folklore mit idyllisch wirkenden Rundhüttendörfern aus, die pittoresk zwischen weitflächigen Zuckerrohrplantagen liegen. Eine ganze Reihe von Museumsdörfern lässt die Geschichte der Zulus und ihres legendären Königs wieder lebendigwerden. Nordwestlich von Ulungi, im Dreieck von Newcastle, Vryhei und Ladysmith, finden sich die legendären Schlachtfelder sowie das Blood River Monument zwischen Dundee und Vryheid. Hier, am Ncome River, dem späteren Blood River, hatten 464 Buren mit ihren Ochsenwagengespannen eine Wagenburg errichtet und wurden am 16.12.1838 von 20.000 Zulus angegriffen. Nicht weniger als 3.000 Zulus starben, und der Fluss färbte sich rot.
WEIHNACHTEN IM ZULULA
Was außerdem noch zum Zululand gehört, sind Lüneburg, Wittenberg, Augsburg, Schwarzwald und Braunschweig in der deutschen Provinz von Mpumalanga. In den deutschsprachigen Ortschaften in der Nähe von Paulpietersburg leben die Nachfahren deutscher Einwanderer, die vor 150 Jahren ins Land kamen. Noch heute sind die Menschen eng verbunden mit dem lutherischen Glauben. Wer deutschsprachige Schulen, Gottesdienste und einen zünftigen deutschen Bläserchor mitten in den Weiten Afrikas erleben will, muss (natürlich) auf die „German Pioneer Route“, wo zur Adventszeit auf dem Weihnachtsmarkt der deutsche Lebkuchen südafrikanischer Sommerhitze standzuhalten versucht.Lesen Sie weiter im aktuellen Heft des REISEfieber-Magazins!

