
Endlich scheint der Ägyptentourismus nach Jahren der Stagnation wieder in Schwung zu kommen. Das Land am Nil hat diese Zeit jedoch gut genutzt, um seine archäologischen Anlagen zu restaurieren, seine Museen aufzufrischen und weitere Sehenswürdigkeiten aus zehn Jahrtausenden dem Besucher zugänglich zu machen.
NIEMAND IST SO SCHÖN WIE NEFERTARI
So wurden im Tal der Königinnen die Restaurierungsarbeiten im Grab der Nefertari, der Lieblingsfrau Ramses II, nach zehnjähriger Arbeit durch das kalifornische „Getty Conservation Institut” abgeschlossen. Die 3.100 Jahre alte Nekropole zählt wegen ihrer Malereien zum Schönsten, was ägyptische Künstler des Altertums überhaupt geschaffen haben. Der Rundgang führt durch fünf Grabräume, deren Wandreliefs auf 520 Quadratmetern den Weg Nefertaris ins Jenseits erzählen. Als im Jahr 1904 der Italiener Ernesto Schiapparelli das Grab öffnete, war es bereits leer - geplündert bis auf den schweren Granitsarg. Um so mehr faszinieren die verbliebenen intensiven Malereien. Pro Tag dürfen übrigens nur 150 Besucher für jeweils nur zehn Minuten die Bilder der „Allerschönsten“ besichtigen, denn - so haben Archäologen errechnet - jeder Besucher sondert 15 bis 20 Gramm Schweiß ab, der die zarten Malereien im Laufe der Zeit zerstören könnte. So kann es passieren, dass die Grabkammern immer wieder mal für eine gewisse Zeit gesperrt werden. Es empfiehlt sich daher, vor dem Besuch im Tourismusbüro in Luxor Auskunft einzuholen, welche Gräber zur Zeit geöffnet sind.Lesen Sie weiter im aktuellen Heft des REISEfieber-Magazins!

