Mittwoch, 22. Februar 2012
REISEfieber
Ägypten nach der Revolution:Wie Phönix aus der Asche

ÄGYPTEN

Reisen in das Land der Pharaonen


Nach der politisch bedingten Rezession der letzten Monate, nach den spektakulären Aufständen sowie der Vertreibung von Präsident Mubarak erholen sich die Zahlen der Ägypten-Reisenden langsam wieder. Das Land am Nil hat die Zeit der touristischen Stagnation auch genutzt, um seinen künftigen Gästen noch mehr archäologische Attraktionen bieten zu können. Im Tal der Königinnen und im Tal der Könige zum Beispiel wurden die Ausgrabungen extrem vorangetrieben. Noch mehr Kreuzfahrten auf dem Nil und auf dem Nasser See sowie am Roten Meer wurden installiert, noch mehr Flugverbindungen ab Deutschland geplant. Die Tauchreviere im Roten Meer wurden ausgebaut und die Ausgrabungen in der Nubischen Wüste führen uns mittlerweile zurück bis in die Jungsteinzeit.

Endlich scheint der Ägyptentourismus nach Jahren der Stagnation wieder in Schwung zu kommen. Das Land am Nil hat diese Zeit jedoch gut genutzt, um seine archäologischen Anlagen zu restaurieren, seine Museen aufzufrischen und weitere Sehenswürdigkeiten aus zehn Jahrtausenden dem Besucher zugänglich zu machen.

NIEMAND IST SO SCHÖN WIE NEFERTARI

So wurden im Tal der Königinnen die Restaurierungsarbeiten im Grab der Nefertari, der Lieblingsfrau Ramses II, nach zehnjähriger Arbeit durch das kalifornische „Getty Conservation Institut” abgeschlossen. Die 3.100 Jahre alte Nekropole zählt wegen ihrer Malereien zum Schönsten, was ägyptische Künstler des Altertums überhaupt geschaffen haben. Der Rundgang führt durch fünf Grabräume, deren Wandreliefs auf 520 Quadratmetern den Weg Nefertaris ins Jenseits erzählen. Als im Jahr 1904 der Italiener Ernesto Schiapparelli das Grab öffnete, war es bereits leer - geplündert bis auf den schweren Granitsarg. Um so mehr faszinieren die verbliebenen intensiven Malereien. Pro Tag dürfen übrigens nur 150 Besucher für jeweils nur zehn Minuten die Bilder der „Allerschönsten“ besichtigen, denn - so haben Archäologen errechnet - jeder Besucher sondert 15 bis 20 Gramm Schweiß ab, der die zarten Malereien im Laufe der Zeit zerstören könnte. So kann es passieren, dass die Grabkammern immer wieder mal für eine gewisse Zeit gesperrt werden. Es empfiehlt sich daher, vor dem Besuch im Tourismusbüro in Luxor Auskunft einzuholen, welche Gräber zur Zeit geöffnet sind.

Lesen Sie weiter im aktuellen Heft des REISEfieber-Magazins!