Mittwoch, 22. Februar 2012
REISEfieber
Vorschau nächste Ausgabe 2 / 2012

Spanien

Eine kulinarische Reise durch den Norden Spaniens


SeychellenAls die spanischen Seefahrer einst von ihren Fahrten zurückkehrten, sei es von Nordamerika, der Karibik oder aus Südamerika, dann war das Allererste, was sie von Europa zu sehen bekamen, einige schneebedeckte Gipfel. Je näher sie dem Land kamen, desto deutlicher waren dann die Spitzen des Faltengebirges, die zum Teil über 2.600 Meter hoch gen Himmel ragen, zu sehen. In Zeiten vor dem GPS und der Satellitennavigation waren diese Berge ein wichtiger Orientierungspunkt - und aus diesem Grund trägt ein Teil des kantabrischen Gebirges noch heute den Namen „Picos de Europa“, die „Gipfel Europas”. Die Verbindung nach Übersee, die Orientierung in Richtung des Meeres - in den spanischen Provinzen Asturien und Kantabrien merkt man das Streben nach dem Unbekannten bis heute auf Schritt und Tritt. Beispielsweise, wenn die schönsten Häuser in romantischen Kleinstädten wie „Santillana del Mar” oder „Llanes” auch „Indianerhäuser“ genannt werden. Das bedeutet nicht, dass Winnetou das grüne Nordspanien erobert hat, vielmehr waren die Indianer für die Zuhausegebliebenen diejenigen, die als Kolonisatoren nach Kuba, Mexiko oder Peru aufgebrochenwaren, oft mit Reichtümern zurückkehrten und sich damit stattliche Paläste bauten.

Toskana

Weinreise in eine der schönsten Landschaften der Welt


MaledivenSo weit das Auge reicht nichts als sanfte Hügel, die sich wie Wellen über diesen Teil der südlichen Toskana ziehen. Einzig der „Monte Amiata” unterbricht die Idylle, denn der Kegel des erloschenen Vulkans ragt mit stolzen 1.700 Metern in die Höhe. An seinen Hängen wachsen Buchen, Kastanien und Eichen, die im Herbst ein einmaliges Farbenspiel bieten. Da mag man verwundert schmunzeln, doch im Winter ist der Berg das Ziel vieler Skifahrer aus Florenz und Rom, und oftmals liegt der Schnee dort bis weit ins Frühjahr hinein. Doch bekannter ist die südliche Toskana für ihre gehaltvollen Weine, und den Liebhabern aus aller Welt klingen Ortsnamen Montalcino und Montepulciano wie Musik in den Ohren. Sehr ambitioniert, beinahe verbissen wird um die fachliche Anerkennung gekämpft, und eigentlich will man nichts miteinander zu tun haben, ganz zu schweigen von dem populären Vetter aus dem Norden der Toskana. An Prestige ist der Brunello di Montalcino dem Chianti meilenweit überlegen. Seine Rebberge liegen rund um das Bergstädtchen Montalcino mit seiner imposanten Festung, kaum vierzig Kilometer südlich von Siena. Trotz wachsendem Besucherstrom ist sein Zentrum mit den mittelalterlichen Gassen noch immer einer der ursprünglichsten Orte der Toskana.