Die nächste REISEfieber - Ausgabe 02/2012 März / April / Mai
erscheint am 29. Februar 2012
[...Vorschau 02/2012]
REISEfieber
Vorschau nächste Ausgabe 2 / 2012
Spanien
Eine kulinarische Reise durch den Norden Spaniens
Als die spanischen Seefahrer einst von ihren Fahrten zurückkehrten,
sei es von Nordamerika, der Karibik oder aus Südamerika, dann war
das Allererste, was sie von Europa zu sehen bekamen, einige schneebedeckte
Gipfel. Je näher sie dem Land kamen, desto deutlicher waren
dann die Spitzen des Faltengebirges, die zum Teil über 2.600 Meter
hoch gen Himmel ragen, zu sehen. In Zeiten vor dem GPS und der
Satellitennavigation waren diese Berge ein wichtiger Orientierungspunkt
- und aus diesem Grund trägt ein Teil des kantabrischen Gebirges
noch heute den Namen „Picos de Europa“, die „Gipfel Europas”. Die
Verbindung nach Übersee, die Orientierung in Richtung des Meeres
- in den spanischen Provinzen Asturien und Kantabrien merkt man das
Streben nach dem Unbekannten bis heute auf Schritt und Tritt. Beispielsweise,
wenn die schönsten Häuser in romantischen Kleinstädten
wie „Santillana del Mar” oder „Llanes” auch „Indianerhäuser“ genannt
werden. Das bedeutet nicht, dass Winnetou das grüne Nordspanien
erobert hat, vielmehr waren die Indianer für die Zuhausegebliebenen
diejenigen, die als Kolonisatoren nach Kuba, Mexiko oder Peru aufgebrochenwaren,
oft mit Reichtümern zurückkehrten und sich damit
stattliche Paläste bauten.
Toskana
Weinreise in eine der schönsten Landschaften der Welt
So weit das Auge reicht nichts als sanfte Hügel, die sich wie Wellen über diesen Teil der südlichen Toskana ziehen. Einzig der „Monte
Amiata” unterbricht die Idylle, denn der Kegel des erloschenen Vulkans
ragt mit stolzen 1.700 Metern in die Höhe. An seinen Hängen wachsen
Buchen, Kastanien und Eichen, die im Herbst ein einmaliges Farbenspiel
bieten. Da mag man verwundert schmunzeln, doch im Winter
ist der Berg das Ziel vieler Skifahrer aus Florenz und Rom, und oftmals
liegt der Schnee dort bis weit ins Frühjahr hinein. Doch bekannter
ist die südliche Toskana für ihre gehaltvollen Weine, und den Liebhabern
aus aller Welt klingen Ortsnamen Montalcino und Montepulciano
wie Musik in den Ohren. Sehr ambitioniert, beinahe verbissen wird
um die fachliche Anerkennung gekämpft, und eigentlich will man nichts
miteinander zu tun haben, ganz zu schweigen von dem populären
Vetter aus dem Norden der Toskana. An Prestige ist der Brunello di
Montalcino dem Chianti meilenweit überlegen. Seine Rebberge liegen
rund um das Bergstädtchen Montalcino mit seiner imposanten Festung,
kaum vierzig Kilometer südlich von Siena. Trotz wachsendem Besucherstrom
ist sein Zentrum mit den mittelalterlichen Gassen noch
immer einer der ursprünglichsten Orte der Toskana.
