Donnerstag, 26. April 2018
REISEfieber
Aktivurlaub: Outdoor durch Oberbayern

Chiemgau

Aktivurlaub: Outdoor durch Oberbayern


Das Ziel unserer Wohnmobiltour ist es, eine malerische Strecke mit jeder Menge urtümlicher bayerischer Lebensart, gemütlichen Wanderungen und stressfreien Radtouren zu kombinieren. Natürlich sollen auch idyllische Plätze zum Baden nicht fehlen! Und gleich zu Beginn sta1tcn wir mit einem Paukenschlag: Von Prien aus kurven wir auf einer wundervollen Landstraße durch mannshohes Schilf bis hinunter zur Uferpromenade des Chiemsees.


chiemgau


EIN AUSFLUG AUF DIE HERRENlNSEL

"Irmgard", unser Ausflugsdampfer, bringt uns hinüber zur Herreninsel. König Ludwig II. war ein Schöngeist und Verschwender. Die Regierungsgeschäfte waren dem "bayerischen Sonnenkönig" oft zu profan. Im Jahr 1878 ließ er sich hier auf der Insel in einem Anflug von Größenwahn eine kleine Kopie vom Schloss in Versailles errichten - eine Augenweide. Mit seinen Schlössern hat er Bayern ein ewiges Ve1mächtnis geschaffen. Die vielen amerikanischen und japanischen Besucher bestätigen diesen internationalen Stellenwert. Einige davon applaudieren frenetisch, als ein Alphornbläser-Trio in feschen Lederhosen ihre langen lnstrumente direkt vor dem Schloss erklingen lassen. Zurück auf dem Festland bleiben wir an der Uferstraße des 80 Quadratkilometer großen "Bayrischen Meeres". Ganze Reihen weiß blühender Apfelbäume und bunte Blumenwiesen ziehen an uns vorbei. U1ige Biergärten und zahllose Badestrände wollen uns mit Gewalt aus unserem Wohnmobil zerren. Im Angebot sind "Weißwürscht mit frischen Brez'n" und "Weißbier zum Frühschoppen" vor 12 Uhr. Und selbstverständlich darf eine "Schweinshax'n mit Knödl" und "Obazda" traditionell auf der Speisekarte nicht fehlen. ...


BLAUES BLUT UND GÖTTLICHE FÜGUNG

Es war abermals kein Geringerer als König Ludwig II., der das Schloss Hohcnaschau im Jahr 1875 dem Nürnberger Großindusriellen Theodor Cramer-Klett vermachte, als er ihn in den Stand eines Freihcnn erhob. Und weil der König so gerne ausritt, hat der frisch gebackene Freiherr alsbald einen wunderbaren Reitweg für seinen Gönner anlegen lassen. Ob die Vielzahl der Wanderer, die diesen "Reitweg" heute noch nutzen, überhaupt wissen, dass sie diesen Pfad dem baye1ischen "Kini" zu verdanken haben? Obendrein hat der liebe Gott dieser Ecke der Chiemgauer Alpen einen weiteren klimatischen Trumpf zugesteckt: den Föhn. Dieses Wetterphänomen sorgt jährlich für bis zu 30 Pozent mehr Sonnentage im Vergleich zwn Rest der Republik. Somit stehen die Chancen günstig, die Kampenwand und den Chiemgau, diesen zwischen dem lnn und der Salzach liegenden Landstrich der Baye1ischen Alpen, sonnendurchflutet zu erleben. Zugegeben: Migräneanfälle verdammen den Föhn, doch Wanderern beschert er trockene Wege und eine umwerfende Fernsicht. ...


RUND UM DIE KAMPENWAND

Die Kampcnwand hat unzählige Wandertouren zu bieten. Im Frühling berauscht die satte Vegetation mit ihrer wnwerfenden Blumenpracht die Sinne der Wanderer, und sie erfreuen sich an der Inversionslage, wenn es oben am Berg wämrer ist als unten im Tal und der Nebel in den Niederungen festhängt. Als Wanderer trifft man dann unvennittelt aus der Wattepackung hervor und sieht die letzten Nebelfetzen über die Wälder ziehen. Sobald die bereits im Jahr 1957 erbaute Bahn mit ihren kunterbunten Vierergondeln in Hohenaschau am Morgen ihren Betrieb aufnimmt, wird die Kampenwand vor allem an den Wochenenden mit ganzen Busladungen von Wanderern geflutet. ...


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