Mittwoch, 17. Juli 2019
REISEfieber
SLOWENIEN - Auf dem Drahtesel durch die Julischen Alpen

Slowenien

Ein kleines Land mit großem Potenzial


Zwischen leuchtenden Weinreben und über sanfte Hügelrücken gemütlich dahinrollen, dem smaragdgrün bis eisblau schimmernden Fluss Soca folgen und sich in den monumentalen grauen Kalkriesen der Julischen Alpen den Muskelkater seines Lebens holen - so erleben Radfahrer Slowenien bei einer Tour quer durch das kleine Land. Slowenien ist ein großartiges Reiseziel - nicht nur für Radler.


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SLOWENIEN IM RAUSCH DER FARBEN

Die Brda, das Hügelland zwischen Alpen und Adria, gleicht einem Irrgarten. Einem Irrgarten im schönsten Wortsinn. Es ist eine Wonne, sich auf den schmalen, gewellten und obendrein kurvigen kleinen Straßen zu verlieren, zwischen den ausgedehnten Weinbergen über Hügelrücken zu tanzen und dabei stets das betörende Grün der in den Horizont rankenden Weinreben sowie die rosaroten Farbtupfer blühender Kirschbäume im Blick zu haben. Was für ein Festival der Sinne! Der Farbenrausch beginnt im westlichen Slowenien unweit der italienischenGrenze in Nova Gorica. Und so viel vorneweg: Die Brda, der Nachbar Venetiens, ist ein Paradies für Wanderer, Naturliebhaber und Radfahrer. Die kaum frequentierten Wanderwege und Fahrradrouten mit behutsamen Steigungen präsentieren eine mittelalterlich anmutende Märchenlandschaft. ...


ZEUGEN DES ERSTENWELTKRIEGS

Wo einst 22 Nationen in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs kämpften, wurde ein Friedenspark errichtet. Kavernen, Geschütze und eine Materialseilbahn wurden restauriert. Das dazugehörige Museum klagt bildgewaltig den Irrsinn und die Schrecken dieses Krieges an. Einzig der phänomenale Tiefblick auf das metallen schimmernde Band der Soca, die das intensive Grün der bewaldeten Hügel bizarr zerteilt, lenkt ein wenig von der düsteren Stimmung ab. Wir bestaunen den sogenannten Flysch, abwechselnde Schichten aus Mergel und Sandstein, die über 35 Millionen Jahre alt sind. ...


BIENEN GEHÖREN IN SLOWENIEN ZUM KULTURGUT

Über Senik fahren wir weiter durch eine vorbildlich kultivierte Landschaft und erfreuen uns an den zahlreichen Bienenhäusern. Die Imkerei hat im slowenischen Raum eine jahrhundertelange Tradition. Erste Aufzeichnungen darüber finden sich bereits in Johann Weichard Valvasors Werk "Die Ehre des Herzogtums Krain" aus dem Jahr 1689. Darin berichtet Valvasor über die weite Verbreitung der Bienenzucht und die Herstellung von Met im slowenischen Raum. Im Mittelalter und zur Zeit Maria Theresias zahlten die Imker sogar ihre Steuern mit Honig, aber auch mit Wachs, das für die Herstellung von Kerzen verwendet wurde. Maria Theresia war der Imkerei sehr zugetan und ordnete die Gründung einer Bienenschule in Wien an. Hier fungierte der Slowene Anton Janša als erster Lehrer. Janša, der in Slowenien als Begründer der modernen Imkerei gilt, schrieb die bedeutenden fachliterarischen Werke "Abhandlung vom Schwärmen der Bienen" (1771) und "Vollständige Lehre von der Bienenzucht" (1775). ...


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