Mittwoch, 17. Juli 2019
REISEfieber
USA - In Texas lebt der Wilde Westen bis heute!

Texas

Unterwegs im Land der Cowboys


Die martialischen Totenkopf-Tattoos auf dem Unterarm des Metzgers sausen zusammen mit dem Hackebeil nach unten und zerteilen ein riesiges Stück Steak samt Knochen. Diese Szene könnte aus einem Horrorstreifen stammen, ist aber in Lockhart's Smokehouse die Ouvertüre zu einem typisch texanischen Dinner. Der Chefmetzger häuft eine ordentliche Portion Brisket - das ist in Rauch butterweich geschmortes Rindfleisch - auf eine Lage Butterbrotpapier. Dazu reicht er Pickles, Gemüse und zahlreiche Saucen. Der riesige Glaskrug mit frisch gezapftem Bier kühlt bereits mitten auf dem Tisch in einem Blechkübel, der randvoll mit Eis gefüllt ist. Willkommen in Texas - dem Land, in dem der Wilde Westen bis heute existiert!


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BOOMTOWN DALLAS

Vom im Jahr 1978 in futuristischem Stil erbauten Reunion Tower aus bietet sich ein genialer Blick über Dallas. Die Glaskugel ist auf 171 Metern Höhe installiert und bietet ein 360-Grad-Panorama-Spektakel. Selbst die weißen Kreuze auf dem Asphalt der Main Street sind von der Plattform aus noch zu erkennen. Sie stehen für eines der nationalen Traumata der USA: die Ermordung John F. Kennedys am 23.11.1963. Fast eine Viertelmillion Menschen säumte die Straßen an jenem wunderschönen Herbsttag, als die tödlichen Schüsse auf den Präsidenten fielen. Bis heute bieten die Umstände reichlich Stoff für Verschwörungstheorien. Im historischen Westend steuern wir direkt zu "Wild Bill's Western Store", denn eine Texasrunde ohne Cowboyhut wäre kaum auszudenken. ...


ABILENE, SAN ANGELO UND MARATHON

Auf dem Interstate Highway 20 cruisen wir gemächlich auf den Big- Bend Nationalpark zu. Dort, wo der Rio Grande eine weite Schleife, eben seinen "Big Bend" vollführt, erstreckt sich der Nationalpark über 3242 Quadratkilometer im Westen von Texas. Der große Grenzfluss zu Mexiko markiert auf über 180 Kilometern Länge die Park- und Landesgrenze, fräst sich durch einsame Wüsten und hohe Berghänge und schneidet seit Anbeginn der Zeit gigantische Canyons in den Fels. Schon 1930 gab es Überlegungen, diese betörend schöne Landschaft unter Naturschutz zu stellen. Der Staat Texas sicherte sich die Rechte am Land und gründete zunächst den Texas Canyons State Park. Am 12.06.1944 erhielt er den Status eines Nationalparks und seinen heutigenNamen "Big Bend". Schon seit 1976 zählt dieser Naturschatz zu den UNESCO-Biosphärenreservaten. ...


UNTERWEGS IM BIG-BEND-NATIONALPARK

Linda von den "Lajitas Stables" reitet mit uns durch diese Bilderbuchlandschaft. Weit reicht der Blick über quietschgelbe Wüstenblumen und knallrote Felsen. Schon dudelt in unseren Köpfen eine Endlosschleife aus Ennio-Morricone-Melodien. Für die ersten Weihen als Hobby-Cowboy gibt es wohl keine bessere Kulisse als die des Big- Bend-Nationalparks: unendliche Weite und vollkommen unberührte Wildnis. Hier könnte man hinter jeder Biegung einen Edelwestern drehen. Und Wild Bill hat Recht - sein breitkrempiger Hut leistet angesichts der gnadenlos brutzelnden Sonne hervorragende Dienste. Das nahe Terlingua gilt als das Tor zum "Big Bend". Als dort Ende des 19. Jahrhunderts Zinnober entdeckt wurde, erwachte die gottverlasseneGegend aus ihrem Dornröschenschlaf. Über Nacht avancierte die "Chisos Mining Company" zur zweitgrößten Zinnobermine der Welt. ...


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