
Dichtgewebte nordfriesisch anmutende Nebelschwaden lassen blitzschnell erst die oberen Leuchturmkringel verschwinden, dann die Wochenenddomizile betuchter Windhoeker entlang der Promenade. Danach Swakops Hafenbecken, in dem sich gerade noch Robben tummelten und zuletzt die eigenen Füße. Kühle zieht auf, und es folgt der tastende Griff nach dem Pullover. Was für ein filmreifes Stück! Inszeniert von Wüste und Atlantik, deren heiße und kalte Luftmassen an der Küstenlinie aufeinander prallen, was in der Geschichte der stark befahrenen Wasserstraße zwischen Kap und Europa schon für zahlreiche Schiffe das Ende bedeutete. Von der Sonne verblichene Knochen gestrandeter Menschen und verrottete Gerippe hölzerner Schiffsrümpfe finden sich heute noch im Sand - nicht umsonst heißt der größte Teil der namibischen Küste „Skelettküste“. Während der Sommer die Tagestemperaturen schnell auf über 30 Grad treibt (in der Namib-Wüste auf 45 Grad undmehr), lassen sich an Namibias endlosen Sandstränden nur selten Badewillige finden, denn bei extremer Hitze über der Landmasse bleibt der Atlantik kalt. Zum Glück, sagen die Städter aus Windhoek, die es in den heißesten Wochen des Jahres in Scharen an die kühlende Brandung und zur frischen Seebrise treibt, weshalb dann in den Küstenenklaven Swakopmund und Walvis Bay kaum mehr ein Übernachtungsbett zu haben ist.
JUGENDSTILPERLE AMWÜSTENRAND
Wir schlendern staunend durch die Bismarckstraße, die Bergstraße, die Bäckerstraße und die Nordstrandstraße, und natürlich ist seit Kaisers Zeiten auch das Hansa-Hotel, Baujahr 1905, noch da. Die traditionsreichste Herberge Swakops hat Besucher wie Aristoteles Onassis, Gunther Sachs, Manfred Krug, Götz George und Oliver Reed neben vielen anderen VIPs im Gästebuch verewigt....Lesen Sie weiter im aktuellen Heft des REISEfieber-Magazins!
