Mittwoch, 23. August 2017
REISEfieber
öSTERREICH & SüDTIROL - Frauenpower hoch droben am Berg

Von Kräuterhexen und Strudelköniginnen

Frauenpower hoch droben


Ein Sterne-Hotel zu führen ist alles andere als einfach. Zwölf Stunden pro Tag genügen oftmals nicht, um allen Anfordernissen gerecht zu werden. Wochenenden inklusive. Doch es gibt tatsächlich Frauen, die nach erfolgreicher Bewältigung dieser Mammutaufgabe noch überschüssige Energie besitzen! Wir haben ein paar dieser Powerfrauen in österreich und Südtirol besucht, um mehr über sie und ihr außergewöhnliches Leben zu erfahren.


alpengeschichten


DIE STRUDELKöNIGINNEN VOM LANDHOTEL SCHAFHUBER

Das Motto von Lisbeth Schafhubers Oma lautet: "Heiratsreif bist du, wenn du den Strudelteig so dünn ausziehen kannst, dass du darunter den Liebesbrief deines Liebsten lesen kannst." Und so hat sich die Lisbeth bemüht, schnell heiratsreif zu werden, denn bereits im Jahr 1971 eröffnete sie ihr Caf in Maria Alm am Hochkönig. Ihre Spezialität: Neuinterpretationen von Omas Apfel- und Topfenstrudel. Im Nu war ihr Caf bekannt als die "Strudelstube". Viel reine Butter, wenig Teig, viel Obst - das sind nur drei ihrer Strudelgeheimnisse. Heute genießt man neben den Klassikern Apfel- und Topfenstrudel auch Zwetschgen-, Heidelbeer-, Marillen-, Rhabarber-, Erdbeer-, Beeren-, Birnen- und Weintraubenstrudel - oder auch pikanten Eierschwammerl- Strudel. Lisbeth ist nach all den Jahren mit ihren 70 Jahren heute selbst eine Oma und die nächste Strudelkönigin ist schon gekürt: Denn auch Tochter Susi hat das Geheimnis des papierdünnen Strudelteigs erlernt und führt die Strudelstube im Sinne ihrer Mama weiter. Ihre Leidenschaft neben dem Strudelbacken sind die Kräuter. Als Wanderführerin und "Kräuterhexe" zeigt Susi ihren Gästen zum einen,wo man die besten Kräuter findet, zum anderen, wie man daraus eine köstliche Kräuterlimonade zaubert. So kredenzt sie den Gästen in der Strudelstube neben den herrlichen Strudelkreationen auch selbstgemachte Naturlimonaden. Und wie man die zubereitet? Das verrät sie im Kräuterworkshop "Kraft der Kräuter". ...


DIE KREATIVE IMWANDERHOTEL GLEMMTALERHOF

Schöne Bescherung: Ausgerechnet an Weihnachten im Jahr 2011 zerstörte ein Feuer die oberen Stockwerke des Wanderhotels Glemmtalerhof in Saalbach-Hinterglemm. Es gab zwar keine Verletzten, aber viel ließ die Feuersbrunst nicht übrig. Doch Juniorchefin Tanja Miksch ließ den Kopf nicht hängen und sagte sich, dass "so ein Feuer nicht nur Materie entzündet, sondern auch Geist, Gefühl, Inspiration und die Kraft, alles wieder aufzubauen". So machte sie aus dem Minus ein Plus, denn Tanja Miksch ist ein höchst kreativer Mensch. über Klosterschule, Schneiderlehre, höhere Lehranstalt für Bekleidungstechnik und Mode sowie ein Studium in Design- & Produktmanagement kam sie nach Jahren der (beruflichen) Wanderschaft wieder in das Vier-Sterne-Superior-Hotel im Pinzgau zurück, das ihrer Tante Christine Schnell gehört. Hier arbeitet sie heute in der Geschäftsführung und bringt als Fachfremde völlig neue Denkansätze mit. Wer will schon den Urlaub in einem langweiligen Hotel verbringen? Tanja sicher nicht! Tanja Miksch liebt es, abstrakte Bilder zu gestalten und sich vom Ergebnis überraschen zu lassen. So kam sie auf die kreative Idee, zweimal jährlich, im Frühling und im Herbst, die Vorarlberger Künstlerin Anita Grabher für einen einwöchigen Malkurs in den Glemmtalerhof einzuladen. ...


DIE STARKE GIPFELSTüRMERIN IM HOTELWALDHOF

Dorothea Mahlknecht scheint ein paar PS mehr zur Verfügung zu haben als andere Menschen: Frisch von der Hotelfachschule gekommen, "musste" sie mit Anfang zwanzig das Hotel des Onkels übernehmen und es auf Vordermann bringen. Nach fast zwei Jahrzehnten Schufterei - täglich 14 Stunden an sieben Tagen in der Woche - schrammte sie mit 40 haarscharf am Burn-out vorbei. Eine fluchtartigeReise alleine nach Nepal rettete ihr damals Körper und Geist und erweckte in ihr die Liebe zu den Bergen. Doch das Schicksal schlug vor sechs Jahren nochmals zu. Diagnose: Brustkrebs. Aber Dorothea Mahlknecht nahm den Kampf an. Von 8 bis 13 Uhr Chemotherapie im Krankenhaus, von 14 bis 18 Uhr wartete der Job im Hotelbüro auf sie, und von 19 bis 22 Uhr gab sie die "Strahlefrau" im Speisesaal. Und an ihrem einzigen freien Tag in der Woche schleppte sie sich trotz Chemo u. a. den Ortler hinauf. Heute hat Dorothea Mahlknecht den Krebs besiegt, jede Menge Fünf- und Sechstausender bestiegen und ein Buch mit dem Titel "über den Berg. Mein Weg zum Glück" geschrieben. ...


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