Mittwoch, 23. August 2017
REISEfieber
BAYERN - Ferien in der Bilderbuchregion Tölzer Land

Das Tölzer Land

Urlaub im bayerischen Idyll


Leuchtende Blumenwiesen vor sanft geschwungenen Gipfeln, glasklare Bäche und tiefblaue Seen, dazwischen prächtige, blumengeschmückte Bauernhöfe und kleine Dörfer, deren markante Zwiebeltürme in den weiß-blauen Himmel ragen - das Tölzer Land, das südlich von München am Starnberger See beginnt und bis zur Tiroler Grenze reicht, besticht durch seine echt bayerische Bilderbuchidylle und ein außergewöhnliches Quantum Herzlichkeit.


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EINE IDEALE KULISSE

Es ist kein Wunder, dass Film- und Fernsehproduktionen das Tölzer Land längst für sich entdeckt haben: Bully Herbig drehte seine "Wickie"-Filme am Walchensee, Ottfried Fischer ermittelte jahrelang als "Bulle von Tölz" und das Krimi-Duo "Hubert und Staller" jagt im ARD-Vorabendprogramm schon in der sechsten Staffel Verbrecher quer durch die ganze Region - das Spektrum ist breit, die Kulisse wahrlich unverwechselbar. Urlauber können im Tölzer Land auf den Spuren der Fernseh- und Kinostars wandeln, zum Beispiel in Bad Tölz, wo das "Bulle von Tölz"-Museum ebenso zu einem ausgiebigen Besuch einlädt wie die wunderschöne Altstadt zu einem Stadtspaziergang. Oder man schließt sich der "oanzig wahren Bullen-Tour" an, bei der man die Drehorte in den umliegenden Dörfern per Bus besucht. Im beschaulichen Münsing am Starnberger See ebenso wie im wenige Kilometer entfernten Wolfratshausen gehen Christian Tramitz und Helmfried von Lüttichau schon seit Jahren als Dorfpolizisten "Hubert und Staller" auf Verbrecherjagd. Glühende Fans der Kultserie können bei einer Radltour in die Welt der oberbayerischen Ermittler eintauchen: Auf dem Drahtesel geht es über knapp 30 Kilometer und zirka 300 Höhenmeter in einer herrlichen Rundtour zwischen Loisachtal und Starnberger See zu den bekanntesten Schauplätzen der TV-Serie.


EIN LIEBLINGSPLATZ DER PROMIS

Das Tölzer Land war schon lange vor seiner Entdeckung durch die Film-und Fernsehindustrie ein angesagter Treff der Prominenz. Bereits im 19. Jahrhundert ließ sich der Märchenkönig Ludwig II. am Herzogstand hoch über dem Walchensee - dem mit 16,4 Quadratkilometern größten Gebirgssee Deutschlands - eine Jagdhütte errichten. Jahrzehnte später fanden der Maler Franz Marc und die Künstlergruppe "Der Blaue Reiter" einige ihrer schönsten Motive rund um den Kochelsee. Und der Schriftsteller Thomas Mann schwärmte nicht nur "von der reinen Luft der Gegend"; 1909 ließ er sich in Bad Tölz eine prächtige Villa errichten, in der er mit seiner Familie viele Sommer verbrachte. Der letzte Aufenthalt des Nobelpreisträgers war hier im Jahr 1917. Genau 100 Jahre nach dem Verkauf seines Landsitzes feiert der Heilklimaort nun dieses Jahr das "Thomas-Mann- Jahr" und ehrt den berühmten Gast mit einem umfangreichen Kulturprogramm, von Stadtführungen auf Thomas Manns Spuren über Vorträge renommierter Literaturwissenschaftler bis hin zu Lesungen, Sonderausstellungen und Künstlergesprächen. Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird die Tagung der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft sein, die von 15. bis 17. September im Kurhaus stattfindet und den jungen Thomas Mann in ihren Fokus rückt.


RAUF AUF DIE GIPFEL

Damals wie heute kommen die meisten Besucher aber, um die Landschaft zu genießen. Besonders eindrucksvoll ist der Blick vom Herzogstand, dem Lieblingsberg des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. Den Gipfel erreicht man in zwei Wanderstunden, oder man fährt ganz entspannt mit der Seilbahn. Oben angekommen warten zahlreiche urige Hütten auf die Einkehrer. Wie wäre es, einen leckeren Kaiserschmarrn zu essen und den Tag nach dem Abstieg ins Tal zum Beispiel mit einer Ruderpartie auf dem Walchensee ausklingen zu lassen? Die ambitionierten Wanderer zieht es oft weiter zum benachbartenGipfel Heimgarten, der über einen schmalen Grat erreichbar ist. Aber egal ob Kletterpartie, Hüttenwanderung oder Spaziergang im Tal, ob eine Tour mit Wanderführer oder auf eigene Faust unterwegs - die idyllische Voralpenlandschaft verspricht einmalige Erholung.


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