Samstag, 19. Januar 2019
REISEfieber
Familienurlaub im verschneiten Oberengadin

PONTRESINA

Alpiner Lebensstil vom Feinsten


Ungeduldig drücken die beiden Geschwister Charlotte und Paul ihre Nasen an das kalte Zugfenster. "Nächster Halt: Pontresina", ertönt es aus dem Lautsprecher. Der Zug drosselt seine Geschwindigkeit und bleibt schließlich quietschend stehen. In freudiger Erwartung auf den Winterurlaub hüpfen die Kinder aus dem roten Bahnwagen. "Früher standen auf dem Bahnhofsplatz noch Pferdekutschen, um die Gäste in die Hotels zu fahren", erklärt Vater Sven. CharlottesAugen leuchten: "Eine Fahrt in einer Kutsche, das möchte ich auch!" Sven nickt vielsagend und zwinkert seiner Frau Sibylle zu.


schweiz


EIN URSPRÜNGLICHES BERGDORF

Den ersten Urlaubstag lässt die Familie ruhig angehen, und zwar mit einem gemütlichen Einkaufs- und Entdeckungsbummel durch das historische Bergsteigerdorf, das am Fuße des Bernina-Massivs liegt. In der belebten Hauptgasse Via Maistra befinden sich zahlreiche Geschäfte, wie zum Beispiel Delikatessenläden für Käse und Fleisch, Kleiderboutiquen oder Sportgeschäfte. Sibylle muss sich eine Sonnenbrille besorgen, weil sie ihre in der Hektik zu Hause liegengelassen hat. Und Paul hat auf einmal nur noch einen Handschuh. Nachdem alle Besorgungen erledigt sind, kann der Dorfspaziergang fortgesetzt werden. Sibylle und Sven sind hingerissen vom ursprünglichen Charme des Bergdorfs, von den liebevoll restaurierten Engadiner Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert und den Hotelpalästen aus der Belle Époque. Besonders beeindruckt sind sie von der Begräbniskirche Santa Maria, die zu den kostbarsten sakralen Bauten im Kanton Graubünden zählt. Die Kirche ist mit kostbaren mittelalterlichen Wandmalereien mit byzantinisch-romanischen Fragmenten von hoher Qualität aus dem 13. Jahrhundert verziert. Als sie schließlich wieder in ihrem Hotel Saratz ankommen, ist der Hunger groß und die Familie kann zum Abendessen aus einer Vielfalt von Speisen in drei verschiedenen Restaurants auswählen. Im 140-jährigen Jugendstilsaal-Restaurant gibt es eine breite Palette marktfrischer À-la-carte-Gerichte mit Bündner und Engadiner Spezialitäten. "Wir verwenden - wenn es möglich und sinnvoll ist - ausschließlich lokale Produkte von einheimischen Lieferanten. Und die umfangreiche Weinkarte mit erlesenen Tropfen bietet zahlreiche Überraschungen für jeden Weinkenner", erklärt uns Hoteldirektor Martin Scherer, den wir zufällig im Foyer des Hotels treffen. ...


ANKOMMEN UND SICH WOHLFÜHLEN!

"Als Familie fühlen wir uns hier sehr willkommen - wir mögen diese unkomplizierte Atmosphäre", sagt Sibylle. Während an der Rezeption die Anmeldeformalitäten erledigt wurden, hatte der Nachwuchs den Kinderhort mit den vielen Spielsachen schon in Beschlag genommen. "Wir sind ein kinderfreundliches Haus", erklärt Direktor Scherer. "Kinder haben bei uns viele Möglichkeiten, sich auszutoben und mit anderen Kindern zu spielen - drinnen wie draußen." Und dieses familienfreundliche Hotelkonzept kommt gut an: Laut der Schweizer "SonntagsZeitung" zählt das Hotel zu den Top Ten der Schweizer Familienhotels. Im fast 140-jährigen Stammhaus "Chesa Nuova" hat die vierköpfige Familie ein geräumiges Familienzimmer mit zwei getrennten Räumen bezogen. Alle Hotelzimmer sind im Jahr 2007 modernisiert und renoviert worden. Ein Hauch Jugendstil ist aber geblieben. In seiner Symbiose aus Alt und Neu verströmt das Hotel stilvolle Atmosphäre und verbindet modernes Lebensgefühl mit Engadiner Hoteltradition. Insgesamt verfügt das Haus über 93 Zimmer in verschiedenen Kategorien. ...


DREI SKIGEBIETE AUF EINEN STREICH

Am nächsten Morgen können es Charlotte und Paul kaum erwarten, endlich die Piste hinunterzuflitzen. In Pontresina liegen gleich drei legendäre Schweizer Skigebiete fast vor der Hoteltür: Diavolezza, Corviglia und Corvatsch. Dank der hochalpinen Lage gehören feinster Pulverschnee und perfekt präparierte Panoramapisten auf einer Länge von insgesamt 350 Kilometern dazu. Während Sven das Carven auf frisch gewalzten Pisten genießt, vergnügt sich Sibylle mit den Kindern im kleinen Skigebiet Languard, das sich mitten im Dorf befindet. Es bietet eine moderne Infrastruktur für Anfänger und Fortgeschrittene. Kinder bis 14 Jahre fahren hier sogar kostenlos Ski. Auf der Diavolezza fährt Sven die längste Gletscherabfahrt der Schweiz hinunter: Die Abfahrt führt zehn Kilometer lang durch ein glitzerndes Meer aus Schnee und Eis. "Das will ich auch ausprobieren", sagt Sibylle, als sie davon erfährt. Und schon am nächsten Tag saust sie über die Gletschermoränen, vorbei an blau schimmernden Eisabbrüchen und tiefen Gletscherspalten. Und wer noch mehr Action sucht, der wird auf einer Skitour auf die Gemsfreiheit auf über 3000 Metern, inmitten der Gletscherwelt des Bernina-Massivs, garantiert voll auf seine Kosten kommen, denn diese Tour gilt zu Recht als eine der schönsten im gesamten Engadin. ...


Lesen Sie weiter im aktuellen Heft des REISEfieber-Magazins!

Besuchen Sie uns auf Facebook!