Dienstag, 26. Mai 2020
REISEfieber
Spektakuläre Prestigeobjekte auf der Blumeninsel Madeira

MADEIRA

Madeira: Fit und modern in die Zukunft


Stilistischer Vorläufer der madeirischen Design-Quintas war in den 60er-Jahren der klotzige Betonbau des berühmten deutsch-brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer, der mit seinem instinktsicheren Gespür für Außerordentliches das Pestana Casino Park Hotel zu einem Meisterstück moderner Architektur und zu einem der attraktivstenHotelpaläste Madeiras gemacht hat. Die Projekte der letzten Jahre stehen diesem in nichts nach: Es gibt eine Startbahn auf Säulen, eine Gondel, die von der Altstadt direkt in den Ort Monte führt, und einen Hafenpier, an dem selbst die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt Platz finden.


madeira


TOP GESTYLT IN DIE ZUKUNFT

Neue Hotels und Resorts mit und ohne Golfplätze, die direkt an den endlosen kilometerlangen Sandstränden der Insel liegen, haben auch die benachbarte Schwesterinsel Porto Santo zu einer attraktiven Badedestination gemacht, zu der sogar Direktflüge aus ganz Europa unterwegs sind. Und das ist auch gut für Madeira, das sich nun nicht mehr ausschließlich als Wander- und Seniorenparadies verkaufen muss. Mit beinahe zwei Milliarden Euro bilanziert die Hauptinsel des Archipels ein effektives Schnellstraßensystem - wobei 122 Brücken romantische Felsbuchten und luftige Hochebenen zeitsparend miteinander verbinden und circa 140 Tunnelröhren den gewaltigen Madeira- Felsklotz mit seinen bis zu 2000 Meter hohen Gipfeln - der Pico Ruivo ist mit 1862 Meter der höchste - wie einen Schweizer Käse durchlöchern. Von den verbesserten Verkehrswegen profitieren nicht nur die 250 000 Insulaner: Die Sightseeing-Highlights zwischen der Inselhauptstadt und den für Wanderer so attraktiven Levada-Walks sowie den beliebten Meerwasser-Naturschwimmbecken an der Nordküste bei Porto Moniz fordern von Mietwagenlenkern nun nicht mehr stundenlanges Kurbeln am Steuer auf steilen Serpentinen.


NEUES OUTFIT FÜR DIE BLUMENINSEL

Durch die neue Infrastruktur sind auch die prachtvollen Hotelpaläste aus der alten Zeit zunehmend in die Moderne gerutscht. Zum Beispiel das altehrwürdige Reid's Palace aus dem Jahr 1891, das pittoresk wie eh und je auf seinem felsigen Küstenplateau residiert. In der renommierten Fünf-Sterne-Herberge sind die VIP-Listen immer noch lang - und die Suiten für Normalbürger unerschwinglich, weshalb sich die meisten Besucher mit einer „very britischen" und übrigens auch sehr empfehlenswerten Teatime auf der Gartenterrasse begnügen müssen. Gleich nebenan steht der in sanfter Kurve geschwungene Betonstelzenbau des im Jahr 2012 verstorbenen Oscar Niemeyer, der als architektonisch richtungsweisend für das moderne Madeira gilt. Schon durch seine opulente Eingangshalle tritt Niemeyers Nachlass als glanzvolles Designerstück auf.


QUINTAS: FUTURISTISCH UND ZUGLEICH PURISTISCH

Der Reisemarkt, Madeiras größter Wirtschaftszweig, wusste sich im Lauf der vergangenen Jahrzehnte mit seiner Hotellerie immer wieder neu zu erfinden. Ein erfolgreiches Produkt war der Zusammenschluss hochherrschaftlicher Landgüter, die sich bis heute unter dem Label „Quintas da Madeira" als kleine, aber feine Luxusherbergen vermarkten. Dazu zählen Designhotels mit Philippe-Starck-Inte-rieur nach dem Vorbild Oscar Niemeyers, dem Meister moderner Stilkunst. Für viele dieser historischen Herbergen in Familienbesitz war die Umwandlung in gastronomische Betriebe der einzige Weg, einer Immobilienzerlegung zu entgehen und weiter existieren zu können. Seit der Gründung des Verbunds haben neun der malerischen madeirischen Quintas die Beitrittsvoraussetzungen erfüllt: große, exotische Parkanlagen, mindestens ein architektonisch wie historisch repräsentatives Herrenhaus und eine geringe Zahl an Übernachtungseinheiten.
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