Dienstag, 26. Mai 2020
REISEfieber
MALEDIVEN - wo der Indische Ozean am schönsten ist

Atmosphere Kanifushi

Malediven: Inselhopping de luxe


Mit Superlativen jeglicher Form sollte man vorsichtig umgehen und vor allem nicht alles glauben, was einem auf diese Art und Weise schmackhaft gemacht wird. Denn blumige sprachliche Kapriolen und auf Perfektion getrimmte Hochglanzbilder in den Reisekatalogen verleiten den Betrachter nur allzu schnell zu unrealistischen Träumereien. Geht es allerdings um die Malediven, so ist das anders, denn kein Kameraobjektiv kann die Schönheit dieses Inselparadieses so realitätsgetreu wiedergeben, wie sie tatsächlich ist. Deshalb ist die Vorfreude auf unsere Reise auch extrem groß, denn nachdem wir die Malediven schon mehrmals bereisen durften, wissen wir genau, dass die Kataloge ausnahmsweise halten, was sie versprechen.


malediven


TRAUMBERUF PILOT

Ich weiß ja nicht wie Sie, liebe Leserinnen und Leser, es empfinden, aber ich bin heute noch auf meine Eltern ziemlich sauer. Warum haben sie mir nicht rechtzeitig gesagt, was für tolle Berufe es auf dieser Welt gibt? Ich hätte mich mit Sicherheit für einen anderen Beruf entschieden. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin ganz zufrieden damit, als Verleger eines Reisemagazins meine Brötchen verdienen zu dürfen, aber vielleicht wäre es noch besser gegangen: Diplomat, Schatzsucher oder Pilot eines Wasserfliegers auf den Malediven. Dazu muss man wissen, dass ich Schuhe hasse und man den Pilotenjob hier auf den Malediven barfuß ausüben kann. Für alles gibt es die richtige Zeit im Leben und als ich vor 15 Jahren auf meiner ersten Reise auf die Malediven von diesem Traumberuf erfuhr, war ich beruflich gesehen leider schon lange zuvor falsch abgebogen. Aber unser Pilot David hatte da schon mehr Glück. Er kam als kleiner Junge mit seinen Eltern zum ersten Mal auf die Malediven und beschloss sofort, Pilot eines Wasserflugzeugs zu werden, wenn er erwachsen ist. Und mit 25 Jahren ging sein Traum tatsächlich in Erfüllung: Pilot eines Wasserflugzeugs bei der Trans Maldivian Airways, kurz TMA, zu sein!
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IM PARADIES ANGEKOMMEN

Unser Butler Nasru zeigt uns stolz die perfekt hergerichtete Villa Nr. 301, die direkt am Strand liegt und sogar über einen eigenen kleinen Pool verfügt. Für die nächsten Tage wird diese tolle Strand-Villa unser Zuhause mitten im Paradies sein. Noch bevor irgendetwas ausgepackt wird, springen wir natürlich gleich in den 30 ░C warmen Indischen Ozean. Herrlich! Darauf haben wir uns schon die ganze Zeit über gefreut! Nach dem Auspacken meldet sich unser Magen mit Nachdruck. Hunger! Das Sunset-Restaurant ist gleich in unserer Nähe. Wir gehen den weißen Sandstrand entlang und setzen uns an einen Tisch, der auf der Terrasse steht und uns einen tollen Blick auf das Meer und den Pool bietet. Es gibt frisches Filet vom Red Snapper für Sabina und für mich Sushi. Ein frischer knackiger Salat und ein Gläschen Weißwein runden unseren Lunch perfekt ab. Danach ruhen wir uns am Strand etwas aus und fahren dann mit unseren Fahrrädern die über zwei Kilometer bis zum Jetty. Kanifushi ist für maledivische Verhältnisse ungewöhnlich groß - sie misst fast drei Kilometer in der Länge und an der breitesten Stelle immerhin 500 Meter.
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NEUE LUXUS-VILLEN AUF STELZEN

Wir haben eine Verabredung mit Carfton, dem Resortchef. Er will uns die 40 nagelneuen Wasser-Villen und das dazugehörige riesige Hauptgebäude, in dem vor allem neue Restaurants untergebracht sind, zeigen. Die Villen, die über viel Privatsphäre und zum Teil sogar einen privaten Pool verfügen, sind ausschließlich über einen langen Steg zu erreichen, der weit in die Lagune hinausgebaut wurde. Das Areal vergrößert die Fläche der Insel nochmals um einige tausend Quadratmeter. Carfton erzählt uns, dass die Water-Villen hauptsächlich wegen der Chinesen gebaut wurden. Wir lernen, dass der Chinese an sich ausschließlich in einer Water-Villa residieren will, wenn er auf den Malediven weilt. Carfton zeigt uns eine der Villen und wir staunen nicht schlecht über den unglaublichen Komfort und die Größe dieser Luxusunterkünfte. Wir essen mit Carfton im Restaurant „Spice" und er erzählt uns stolz von seinem Kanifushi: Zehn Sunset-Pool-Villen und nicht weniger als 115 Sunset-Beach-Villen komplettieren die Unterkünfte auf Kanifushi, zwischen denen man wählen kann. Seit nun mehr zwei Jahren ist der Hotelmanager mit seinem Resort quasi verheiratet, denn der zeitraubende Job hat dem 48-Jährigen bislang keine Zeit gelassen, eine Familie zu gründen. „Aber eigentlich habe ich mich nie durchringen können, zu heiraten, weil ich den Gedanken nicht ertragen kann, nur ein paar Wochen im Jahr zu Hause sein zu können", erzählt uns der sympathische Inder.
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