Samstag, 08. August 2020
REISEfieber
Ostseeurlaub im schönen Norden Mecklenburg-Vorpommerns

Deutschland

Ostsee: Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst


Zwischen Graal-Müritz, dem Leuchtturm Darßer Ort und Pramort, ist diese Ostseehalbinsel mit dem merkwürdigen Namen nicht nur für Biker ein maritimes Wunderland. Denn auch ohne Fahrrad funktioniert das „Seele-frei-Strampeln" in dieser so ganz anderen Welt sofort: Sand, Wind und Wasser satt heißt hier die Zauberformel für Körper und Unruhegeist.


ostsee


NATURSCHUTZ, STILLE UND RUHE

Irgendwo südlich zwischen Graal-Müritz/Dierhagen und dem noblen Künstlerort Ahrenshoop trennt die Landbrücke Fischland die Ostsee vom Saaler Bodden. Östlich von dem weit ins Meer hinaus ragenden Darßer Eck zieht sich der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft bis zur äußersten Spitze Pramort, zu DDR-Zeiten der letzte Zipfel eines riesigen Truppenübungsplatzes. Diese einzigartige Küstenlandschaft des Zingst ist ein Leckerbissen für alle Naturliebhaber, weil sie naturbelassen und absolut geschützt ist. Auf der Landseite der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zeigen weite Brackwasserflächen eine liebliche Boddenlandschaft aus Seen mit Salzgraswiesen und romantischen Uferregionen, die hier und da verlorene Bootsstege, lautlos vorbeiziehende Segler und zu jeder Zeit eine exotische Vogelwelt in sicheren Verstecken zwischen dicht gewachsenem Schilfgras beherbergen.
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DAS "KURHAUS" AHRENSHOOP

Außer Galerien und jeder Menge Kunsthandwerk - wie Keramik, Töpferei, Schmuckdesign, Wolligem vom Schaf, Gefilztem, Gewebtem, Naturmode, Öl- und Aquarellmalerei, Gold- und Silberschmieden, Glasbläserei, Bernsteinkunst sowie Bildhauerei - hat der KünstlerortAhrenshoop auch sonst einiges zu bieten. Zum Beispiel Emil Noldes Wolkenhimmelswelt. Voll der schönsten Naturbilder im Kopf zieht der Radler auf dem Weg zum Leuchtturm am Darßer Ort an reetgedecktenKaten vorbei, verwunschene blühende Gärten und viel Wasser zu beiden Seiten, und dann das: Ein klotziger Zwillingsbaukörper aus Beton, Stahl und Glas erhebt sich unerwartet aus diesem sonst so romantisch anmutenden Landschaftsparadies, sodass viele an dieser Stelle abrupt stehen bleiben.
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ARCHITEKTUR VERSUS NATUR

„Der ist jetzt mal weg", grinst Oliver Schmidt, hälftiger Anteilseigner und sichtlich aus der Art gefallener geschäftsführender Direktor der heutigen Nobelherberge. Schmidt trägt einen rauschigen Rübezahl- Bart, eine lange Mähne, die er meistens durch das Binden eines Zopfes bändigt, und verwaschene Jeans. Seine Harley-Davidson steht in der Tiefgarage. Schmidt duzt seine 110 Mitarbeiter gerne, was die fünf Sterne des beliebten Luxusdomizils durch seine Individualität nicht weniger effizient, aber spürbar lockerer macht. Eine Woche später sind wir selber drin, im hochmodernen aber immer noch volksmündischen„Kurhaus", das sich jetzt offiziell „THE GRAND" nennt. Wie ein Ozeandampfer dreht der modernistische Protz-Klotz zwischen Ostsee und Saaler Bodden ziemlich stolz in den Wind; berauschend ist der Blick vom Penthouse-Panorama-Café auf die Weite der See, auf den Sand, die Strandkörbe und vorbeiziehende Segler. Sogar vom Bett aus generieren opulente Zimmerfronten aus Glas das Gefühl, auf dem Oberdeck hoch über dem Wasser zu sein!
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