Sonntag, 12. Juli 2020
REISEfieber
Quer durch die Dolomiten zu den schönsten Sonnenplätzen wandern

SÜDTIROL

Südtirol: Frühlingserwachen zwischen Sterzing ...


Stolze Berge und viel Lebensqualität: Das sind die klassischen Qualitäten Südtirols. Eine Region, die wie geschaffen ist für eine Wanderreise quer durch die Dolomiten. Vor allem, wenn sich der Winter in die hintersten Täler und auf die höchsten Gipfel verzogen hat, denn dann wird es lebendig in Südtirol. Nirgendwo sonst erlebt man den Wechsel von Winter auf Frühling so intensiv und spektakulär wie in den Tälern zwischen Sterzing und Salurn.


suedtirol


MALERISCHE WEINGÄRTEN UND MAJESTÄTISCHE BURGEN

Wir beginnen unsere Reise ganz unten im Süden der Weinstraße. Dank des milden, fast mediterranen Klimas ist hier die ideale Gegend für erste Wanderausflüge im Frühling und zu Beginn des Sommers. Der Eppaner Höhenweg ist ein Wanderklassiker, eine Tour ohne große Anstrengungen, die etwas oberhalb der Weingärten verläuft. Wir haben die Wanderroute so ausgewählt, dass wir morgens in St. Michael starten, zum Höhenweg hinaufwandern und dann in nördlicher Richtung entlang des Mendelkamms laufen und am Ende einen Bogen rechts hinunter zur Burg Hocheppan und weiter nach St. Pauls machen. Unterwegs bietet sich immer wieder ein herrlicher Ausblick auf die Stadt Bozen. Vom Zentrum in St. Michael wandern wir zunächst westwärts aus dem Ort und vorbei am Eisstadion undüber die Gleifkapelle und das Schloss Moos bergauf bis zum Gasthaus Steinegger über offenes Gelände und vorbei an Weingärten. Nach dem Steinegger führt uns der Wanderweg Nr. 540 in den Wald hinein und verläuft ziemlich geradeaus und bergauf durch die Furglauer Schlucht bis zum quer verlaufenden Eppaner Höhenweg. Nun geht es rechts weiter auf dem Weg Nr. 9 in nördlicher Richtung und ohne große Höhenunterschiede. Wir wandern durch den Wald und kommen am Gasthof Buchwald vorbei.
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STILVOLL WANDERN UND GESCHMACKVOLL EINKEHREN

Unsere nächste Station liegt etwas weiter nördlich und bietet einen ersten Vorgeschmack auf die stolzen Dolomiten: Wir wandern weiter oben, um die besten Aussichten zu genießen, ersparen uns aber lange Aufstiege mit vielen Höhenmetern. Dafür ist die Seiser Alm das perfekte Ziel. Die größte Hochalmfläche Europas auf der Südseite des Grödner Tals ist eine bestens bekannte Schönheit in Südtirol. Die sanft buckeligen Almwiesen - eingerahmt von Schlern, Langkofel und Plattkofel - sind eine Bilderbuchlandschaft und wie geschaffen für sanfte und sinnliche Ausflüge. Typisch für die Seiser Alm ist auch, dass sie mit einem ausgiebigen Netz an Wanderwegen ausgestattet ist. Hier oben auf der Alm, wo es kaum Autoverkehr gibt, bewegen sich die Wanderer überwiegend auf rund 2000 Höhenmetern mit überschaubaren Höhenunterschieden. Wer sportlich kraxeln will, kann das Richtung Schlern oder Plattkofel versuchen. Wir starten in Seis und fahren mit der Seilbahn hinauf zur Seiser Alm und zur Bergstation bei Kompatsch. Auf 1850 Metern angekommen eröffnet sich ein erster, weit reichender Blick über die Hügellandschaft.
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SPAZIERGÄNGE MIT 360-GRAD-PANORAMA-BLICK

Von den Almwiesen zwischen Schlern und Plattkofel sind es nur wenige Kilometer Luftlinie hinter das Grödner Joch zu einer anderen Wanderregion, die wirklich alle Genusserwartungen erfüllt. In Alta Badia sind die Berge hoch und steil, trotzdem gibt es hier exzellente Möglichkeiten zum entspannten Genusswandern. Zwischen La Villa, Corvara und St. Kassian - den drei Hauptorten des Tals - breitet sich ein sanft welliges Hochplateau auf rund 2000 Metern Höhe aus, das im Winter ein veritables Skigebiet für nicht ganz so sportliche Skifahrer ist und im Sommer ein abwechslungsreiches Terrain für gediegenes Flanieren bietet. Nicht umsonst trifft man hier etliche elegant gekleidete italienische Urlaubsgäste und alle paar hundert Meter auch auf exzellente Einkehrmöglichkeiten. Alta Badia hat einen außergewöhnlichen Ruf als Gourmetdestination und ist die Heimat des einzigen Drei-Sterne-Restaurants in ganz Südtirol. Zudem gibt es hier natürlich auch kulinarisch gesehen ausgesprochen verführerische Hütten. Eine davon ist unser Ausgangspunkt und ein verlockender Platz zum Übernachten. Im Gasthaus Pralongia oberhalb des Campolongo- Passes auf 2158 Metern Höhe gibt es einen perfekten 360-Grad- Panorama-Blick. Die Aussicht auf Marmolada, Sella und Kreuzkofel ist durchaus als spektakulär zu bezeichnen. Das Gasthaus selbst repräsentiert sympathisches Südtiroler Understatement, wirkt von außen wie ein Berggasthaus, überrascht aber innen mit geschmackvoll renovierten Zimmern, einem kleinen Wellnessbereich und einer herzhaften Südtiroler Küche.
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